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Geschichte | History | História

Castells sind immaterielles Kulturerbe

Die Organisation Capital de la Cultura Catalana (kurz: CCC, deutsch: Kapital katalanischer Kultur, nicht zu verwechseln mit: KKK) hat geschafft die Castells zum immateriellen Kulturerbe Kataloniens erklären zu lassen.

Ein Castell während der Festa Major de l'Eixample in Barcelona

Ein Castell während der Festa Major de l'Eixample in Barcelona

Die Menschentürme oder Menschenpyramiden sind seit einigen Jahrhunderten Tradition und erfreuen sich großer Beliebtheit. So werden bei Volksfesten regelmäßig Castells errichtet und es gibt auch Wettbewerbe, bei denen sich Kollektive aus ganz Katalonien messen.

Während ein Menschenturm ‘gebaut’ wird, wird Musik gespielt gemacht. Ein paar Schnabelflötenspieler und Trommler begleiten die einzelnen Phasen des Aufbaus. Tonangebend sind die Flöten, welche etwa wie Karnevalströten klingen.

Die gleichen Instrumente werden auch zur Sardana gespielt. Auch dieser traditionelle “Volkstanz” wurde zum Kulturerbe erklärt. Meiner Meinung nach sollte man ihn auch beerben und in Frieden ruhen lassen. Leider sehen das die Katalanen anders und nehmen ihre Traditionen sehr ernst und “tanzen” so gelangweilt weiter. Beim “Tanz” fassen sich alle an den Händen und bilden einen grossen Kreis – meist um einen Haufen aus Jacken und Taschen. Wegen der zahlreichen Taschendiebe in Barcelona können so alle ein Auge darauf haben. “Getanzt” werden bestimmte Schrittfolgen und Hüpfer, wobei alle Anwesenden sehr ernst schauen.
Wäre der Tanz ein Kampfsport, hätten die Katalanen ihre Gegner nach drei Takten zu Tode gelangweilt – oder mit der Musik verscheucht.

Weitere (durchaus unterhaltsame!) Traditionen haben es in die Liste des Kulturerbes Kataloniens und Andorra geschafft: der Sant Jordi Feiertag, das Sant Joan Feuerwerk, die Jesuspassion, die Teufelstänze, die Havaneres von Calella de Palafrugell, die Festa Major von Vilafranca und weitere Feste und Feiern.

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